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<title>My RSS Feed</title><link>http://www.galerie-ling.de/index.html</link><description>Hot News&#x21;</description><dc:language>en</dc:language><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:rights>Copyright 2010 ling</dc:rights><dc:date>2011-08-06T14:18:44+02:00</dc:date><admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.realmacsoftware.com/" />
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<lastBuildDate>Sat, 06 Aug 2011 16:41:08 +0200</lastBuildDate><item><title>Wang Jixin: Die verlorene Welt</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>None</category><dc:date>2011-08-06T14:18:44+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/a7d5c8458d93b94c03066d46f70e7cca-13.html#unique-entry-id-13</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/a7d5c8458d93b94c03066d46f70e7cca-13.html#unique-entry-id-13</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Seit 2005 dokumentiert Wang Jixin den Zerfall der Porzellanfabriken der Jiangxi-Provinz. Bereits vor &uuml;ber 60 Jahren stellen die ersten ihren Betrieb ein, und im Rahmen der Modernisierung Chinas werden seit Ende der 1980er Jahre weitere Porzellanfabriken stillgelegt.<br /></span><div class="image-right"><img class="imageStyle" alt="2" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/wang jixin.jpg" width="384" height="271"/></div><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Wang Jixin widmet sich besonders der Porzellanfabrik von Jingdezhen. Er hat deren &Uuml;berreste fotografisch und filmisch dokumentiert und mit ehemaligen Arbeitern dieser Fabrik zusammengelebt. Wang Jixin hat sein Atelier von Peking nach Jingdezhen verlegt, damit seine Leinw&auml;nde den Geist von Jingdezhen atmen k&ouml;nnen. Er malt keine Ruinenbilder wie die Romantiker, eine Verkl&auml;rung der Vergangenheit liegt ihm fern. <br /><br />Seine Bilder sind keine Reflexionstafeln, teilweise messen sie drei mal sechs Meter, allein durch ihre Gr&ouml;sse ist der Betrachter nicht nur blosses Gegen&uuml;ber, sondern eher Teil einer verlorenen Welt.<br /><br />Die zerborstenen Feuermauern der Glut&ouml;fen gl&uuml;hen noch immer, sie k&uuml;nden noch immer von ihrer urspr&uuml;nglichen Funktion. Zwar sind sie nicht mehr heiss, aber durch das zerborstene Dach finden vereinzelte Sonnenstrahlen ihren Weg und lassen uns Mauer- und Porzellanreste erkennen. <br /><br />Dort, wo das Sonnenlicht bis tief ins Innere der Fabrik vorzudringen vermag, wird der Raum lebendig. Staub, Dunst, Lichtreflexe, etwas wie Funkenschlag f&uuml;llen den Raum. Wang Jixin l&auml;sst uns so nicht nur Gegenst&auml;nde im Raum, sondern den Raum selbst, dessen Atmosph&auml;re sehen. Wir sind Zeuge eines unaufhaltsamen Zerfallsprozesses. Menschenwerk bildet sich in unber&uuml;hrte Natur zur&uuml;ck.<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling<br /></span>]]></content:encoded></item><item><title>Li Yan: Katastrophisches Welttheater - Ein Chinese malt unser Zeitalter</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><category>Li Yan</category><category>Chinesische Kunst</category><category>Galerie Ling</category><dc:date>2011-04-01T18:27:54+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/cf74dc45473a28e501ef57563718cbd5-12.html#unique-entry-id-12</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/cf74dc45473a28e501ef57563718cbd5-12.html#unique-entry-id-12</guid><content:encoded><![CDATA[<div class="image-right"><img class="imageStyle" alt="6" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/6-2.jpg" width="384" height="257"/></div><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Erdbeben, Ungl&uuml;cke, Kriege sind die zentralen Themen der Weltpresse. Der Mensch als Opfer, als Ger&uuml;ttelter, Gesch&uuml;ttelter, Ohnm&auml;chtiger, Verletzter, Verlorener kommt nur als eine Art Belegexemplar vor, als Beispiel, an dem das Leiden sich zeigt, nicht als Person.<br /><br />In Peking sitzt ein Mann, der macht sich malend so seine Gedanken &uuml;ber das katastrophische Welttheater. Und da er nicht alle Schaupl&auml;tze dieses Welttheaters besuchen kann, dienen ihm Reportage-Fotos westlicher Fotojournalisten als Ausgangspunkt seiner malerischen Reflexionen.<br /><br />Der Mann heisst Li Yan. Er wurde 1977 in China geboren und seit einigen Jahren kommentiert er malend die Leiden unserer Zivilisation, seien es Kriege, Aufst&auml;nde, Ungl&uuml;cke oder Katastrophen. Er hat bereits in London, Los Angeles, Peking und Tokio ausgestellt und seine Bilder befinden sich in der Sammlung Saatchi. <br /><br />Li Yan macht uns nichts vor, er wirft keine ideologischen Nebelkerzen, er treibt keine Sch&ouml;nf&auml;rberei. Seine Bilder erscheinen handlich wie Fotografie (in der Regel 15 x 25 cm), bilden Szenen ab wie Fotografien und fokussieren die Aufmerksamkeit auf einen Schwerpunkt wie Fotografien. Li Yan ordnet seine Bilder in nichtlinearen &bdquo;Fotostrecken&ldquo;, die er &bdquo;Accidents&ldquo; nennt, an, wie unter Blitzlichtgewitter leuchten hier Bilder aus verschiedensten katastrophalen Zusammenh&auml;ngen auf, bleiben im Ged&auml;chtnis haften und werden vom Betrachter neu zusammengesetzt.<br /><br />Fotos geben Neutralit&auml;t und Objektivit&auml;t vor, das tun Li Yans Gem&auml;lde nicht. Sie nehmen Stellung. Sie zeigen den Menschen in seiner Verletzlichkeit. Das heisst nicht, dass seine Bilder Mitleid erzeugen, vielmehr machen sie bewusst, und das unterscheidet sie von Fotos, dass der wahre Schmerz nicht der ist, den wir erleiden, sondern der, den wir zuf&uuml;gen. <br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling<br /></span>]]></content:encoded></item><item><title>Wu Ming und das chinesische Informel</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-11-11T16:01:44+01:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/wuming.html#unique-entry-id-11</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/wuming.html#unique-entry-id-11</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Die Malerin Wu Ming schl&auml;gt eine Br&uuml;cke zwischen der altchinesischen Tuschemalerei und der westlichen Informel-Malerei. Repr&auml;sentativ f&uuml;r ihr k&uuml;nstlerisches Schaffen sind die  Bildserien &bdquo;Soul of Nature" und &bdquo;Polymorph".<br /><br /></span><div class="image-right"><img class="imageStyle" alt="1" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/wu ming1.jpg" width="320" height="226"/></div><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">&bdquo;Soul of Nature" ist eine Serie kleinformatiger &Ouml;l-auf-Papier-Bilder und umfasst inzwischen &uuml;ber 150 Werke. Es geht in diesen Bildern um die Visualisierung des Spannungsverh&auml;ltnisses zwischen Volumen und Kontur einerseits und zwischen Raum und Zeit andererseits. Kontur schafft im Bild Raum, schlie&szlig;t etwas ein, Volumen verk&ouml;rpert Zeit, Zeit nimmt Raum ein, Raum bricht Zeit. Natur ist Wandel und Verwandlung, Natur und Stillstand sind miteinander unvereinbar. An einigen Stellen dieser Bilder sieht man nichts Konturiertes, keine Leere, sondern Volumen, das jederzeit Form annehmen kann. Dieses Volumen ist Potenz, es ist bildlich der Raum, woraus konturierte &bdquo;Dinge" entstehen k&ouml;nnten. Somit sp&uuml;rt man auch die Zeit, die die Verwandlung tr&auml;gt.<br /><br />Wu Ming setzt durch die Akzentuierung des Spannungsverh&auml;ltnisses zwischen dem die Zeit abbildenden Volumen und der das Ding konstituierenden Kontur das die Natur ausmachende Spannungsverh&auml;ltnis des Noch Nicht, Fast Nichts und Nicht Mehr meisterhaft ins Bild. &bdquo;Soul of Nature", das sind die inneren Aufzeichnungen Wus, das sind die Spuren der seelischen Korrespondenz zwischen Ich und dem Sch&ouml;pfen und Nichten der Natur. <br /><br /></span><div class="image-right"><img class="imageStyle" alt="2" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/wu ming 2.jpg" width="320" height="226"/></div><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Anders als in den Soul-of-Nature-Gem&auml;lden geht es in der &Ouml;l-auf-Papier Bilderserie &bdquo;Polymorph" um scharf konturierte organische, zum Teil zoomorphe und anthropomorphe Gestalten, die auf das Problem der Emergenz, d.h. der Nichtableitbarkeit des Ganzen aus seinen Teilen anspielen. Diese Gestalten sind irreduzibel, sie lassen sich also nicht in Teile zerlegen und wieder zusammensetzen. Somit gehorchen Sie dem Gesetz der Einheit von Bild und Gedanke und offenbaren das Innere Wus im Sichtbaren. Diese braunen Gestalten wirken wie hingegossen, herabgelassen in die Welt. Sie erinnern an den Homunculus, an die paracelsische alchemistische Putrefaktion, oder den Golem, den noch ungeformten Menschen. Sie spielen also auf die Menschwerdung an, das Werden des Lebens aus formlosem Ekelmaterial. Wie in den Soul-of-Nature-Gem&auml;lden stehen auch hier Volumen und Kontur in einem Spannungsverh&auml;ltnis, das durch den wei&szlig;en Hintergrund noch betont wird. Die umlaufende Konturlinie umschlie&szlig;t ein stark strukturiertes Volumen, in dem sich das &bdquo;Innenleben" der Gestalten nach au&szlig;en w&ouml;lbt. Da erkennt man Zellstrukturen, Blut, Haut, Knochen, Gehirnmasse, Beine, H&auml;nde, Schultern. Mit ihren polymorphen Strukturen schafft Wu Ming die Protagonisten einer Privat-Mythologie, mit denen man gerne Bekanntschaft schlie&szlig;t. <br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Interview mit Li Yan</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-10-21T21:12:08+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/interview+mit+li+yan.html#unique-entry-id-10</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/interview+mit+li+yan.html#unique-entry-id-10</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">(Gef&uuml;hrt im Atelier des K&uuml;nstlers am 07.10.2010 in Peking.)<br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Die Frage, die jeder an dich stellt, ist, wieso du nur Mini-Bilder malst, also im Schnitt nur 15 x 25 cm gro&szlig;. (Abbildung 1) Bekanntlich bevorzugen ja fast alle chinesischen K&uuml;nstler heute Riesenformate.</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ich habe fr&uuml;her auch gro&szlig;formatig, zum Beispiel 4 x 3 Meter, gemalt. Rein zuf&auml;llig habe ich kleine Leinw&auml;nde gekauft und versucht, darauf zu malen. Ich f&uuml;hlte mich sehr entspannt und frei und konnte unmittelbar meine Vorstellungen ausdr&uuml;cken. An gro&szlig;en Bildern dagegen muss man wochen- und monatelang arbeiten und oft geht der urspr&uuml;ngliche Impuls dabei verloren. Kleine Formate sind f&uuml;r mich eine so unmittelbare Ausdrucksweise wie die Skizzen.<br /> <br />Au&szlig;erdem hat das kleine Format auch mit meiner Arbeitsweise zu tun. Ich male ja nach Nachrichten-Fotos, die ich im Internet sehe. Das sind f&uuml;r mich kleine Fragmente, die ich dann in bestimmter Weise zusammensetze. (Die zusammengesetzten Bildserien nennt Li Yan &bdquo;Accidents&ldquo;, Abbildung 2) In der Zusammensetzung ergeben die kleinen Bilder unerwartete Querbez&uuml;ge, die viel spannender sind als wenn alles auf einem einzigen gro&szlig;en Bild &uuml;bersichtlich dargestellt w&uuml;rde. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Malst du also nur nach Fotos aus den Medien?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ja. Ich habe versucht, selber zu photographieren, aber ich war noch nie mit meinen eigenen Fotos zufrieden. Ich habe auch versucht, aus der Phantasie zu malen. Damit bin ich ebenso wenig zufrieden. Dagegen sprechen mich Fotos von anderen, die ich im Internet sehe, oft mehr an. Eine bestimmte Farbigkeit, eine bestimmte Bewegung inspirieren mich und ich setze das sofort in die Malerei um. Das ist sozusagen meine Methodik. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Man kann fragen, ist denn deine Malerei nicht eine blo&szlig;e Wiederholung der Medienfotos? Wozu braucht man denn diese Verdoppelung?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: F&uuml;r mich unterscheidet sich das Malen nach Fotos nicht viel vom Malen nach anderen Motiven wie Mensch oder Landschaft. Die Fotos stellen den Gegenstand dar, und durch die Malerei interpretiere ich die Fotos mit meiner eigenen Wahrnehmung und meinem eigenen Verst&auml;ndnis und mache mir dadurch die Fotos sozusagen zu eigen. Au&szlig;erdem findet durch die Malerei ein Verallgemeinerungsprozess statt. Einem Ereignis wird sein spezifischer Kontext genommen und man hat das Gef&uuml;hl, das sei Teil unseres allt&auml;glichen Lebens. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Haben deine Bilder noch etwas mit dir zu tun, wenn du nach Fotos malst?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Mein Eindruck ist, was auch immer man malt, solange man malt, kommt der Maler als Person zum Tragen. Ich habe das Gef&uuml;hl, dass ich durch meine Malerei sehr viel von meinen eigenen Stimmungen ausdr&uuml;cken kann, auch wenn die Vorlagen woanders her stammen. Nat&uuml;rlich kann das anders sein, wenn die Bilder in einem Konglomerat auftreten. Der Betrachter kann durch seine intellektuelle Analyse Beziehungen in die Bilder hineininterpretieren, die mir nicht bewusst sind. Aber sicher gilt, dass jedes einzelne Bild meine eigene Stimmung ausdr&uuml;ckt. Ohne Stimmung kann man nicht malen.<br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Deine Hauptthemen bleiben &uuml;ber die Jahre hinweg Kriege, Gewalt, Unf&auml;lle, also nur Ungl&uuml;ck des Menschen. (Abbildugn 3, 4) Hat das auch pers&ouml;nliche Gr&uuml;nde?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ich habe nur das Gef&uuml;hl, dass schmerzliche Szenen die Menschen allgemein betreffen, stechen. Und wenn man durch die Malerei dieses stechende Gef&uuml;hl ausdr&uuml;ckt, bekommen die Bilder sowohl visuell als auch psychisch eine unheimliche Kraft. Diese Kraft der Bilder gef&auml;llt mir. Ich bin nicht ein Maler, der dem Betrachter voyeuristische Einblicke in mein eigenes Leben geben m&ouml;chte, weil ich mich dann wegen meiner Bilder sch&auml;men w&uuml;rde. Dagegen sch&auml;me ich mich nicht, wenn ich blutige, schmerzhafte Szenen male und die Menschen und mich selbst in tiefe Betroffenheit versetze.<br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Welche Rolle spielt die H&auml;ngung deiner Bilder? Jede Accident-Serie wird in einer bestimmten Weise angeordnet. Wird die Serie sozusagen zerst&ouml;rt, wenn man die H&auml;ngung ver&auml;ndert?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ich &uuml;berlege mir die H&auml;ngung nicht bevor, sondern nachdem ich die einzelnen Bilder gemalt habe. Nachdem ich zum Beispiel 20 Einzelbilder gemalt habe, versuche ich sie in einer bestimmten Weise anzuordnen. Die Anordnung verschiedener Bilder ist im Prinzip nicht viel anders als das Komponieren eines einzigen Bildes. Man beachtet die Helldunkel-, die Farb- und die Raumverh&auml;ltnisse und versucht sie in Harmonie zu bringen. Das mache ich durch die r&auml;umliche Verteilung, die Modulierung von Abst&auml;nden, die Hinzuf&uuml;gung oder Wegnahme von Einzelbildern, bis ich das Gef&uuml;hl habe, dass nichts mehr ge&auml;ndert werden kann. Das Ergebnis ist, dass das Ganze mehr ist als die Summe von Teilen. Gerade die Vermischung der Szenen aus verschiedenen Kontexten erlaubt dem Betrachter, unterschiedliche Beziehungen herzustellen, die in den einzelnen Bildern gar nicht angelegt sind. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Vermitteln deine Bilder einen bestimmten politischen Standpunkt?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ich bin ziemlich unempfindlich, wenn es um die Politik geht. Ich bin in einer Gesellschaft mit Regeln und Beschr&auml;nkungen aufgewachsen. Ich bin diesem Umfeld vollkommen angepasst, so dass ich keinen besonderen politischen Standpunkt bilden kann. Meine Bilder werfen nichts vor, noch dr&uuml;cken sie Mitleid mit bestimmtem Geschehen aus. Sie haben einzig und allein mit meinen Privatgef&uuml;hlen zu tun. In diesem Sinne bin ich sozusagen auch ein bisschen egoistisch. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Was bedeutet die Malerei f&uuml;r dich? Kannst du dir vorstellen, auch die sogenannten &bdquo;Neuen Medien&ldquo; oder die Performance auszuprobieren?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Seit der zweiten Schulkasse lerne ich die Malerei. Ich bin schon abh&auml;ngig von ihr oder das ist schon Teil von mir geworden. Wenn ich zu anderen Medien wechsele, bin ich bestimmt noch amateurhafter als die Amateure. <br /><br /></span><span style="font:12px Helvetica-Oblique; "><em>Zhu: Wie siehst du dich als Chinese in der Tradition der westlichen &Ouml;lmalerei?</em></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /><br />Li Yan: Ich habe mir nie bewusst diese Frage gestellt. Wie schon erw&auml;hnt, lerne ich seit meiner Schulzeit die westliche Malerei. Das ist f&uuml;r mich so nat&uuml;rlich wie heute die Chinesen alle Autos fahren und westliche Kleidung anziehen. Vielleicht erscheint das einem Westler sehr merkw&uuml;rdig, aber f&uuml;r uns Chinesen ist es kaum noch m&ouml;glich, die Grenze zwischen westlich und chinesisch zu ziehen. <br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="Untitled 1" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/untitled-1.jpg" width="480" height="369"/><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Abbildung 1: Li Yan: Untitled, 2010, Acryl auf Leinwand, 20 x 26 cm, in Privatsammlung.<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="accident 4" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/accident-4.jpg" width="480" height="215"/><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Abbildung 2: Li Yan: Accident 4, Serie aus 6 Bildern, 2009,  Acryl auf Leinwand, Gr&ouml;&szlig;e zwischen 15 x 37 cm und 15 x 22.5 cm<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Untitled" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/untitled.jpg" width="480" height="286"/><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; ">Abbildung 3: Li Yan: Untitled, 2010, Acryl auf Leinwand, 15 x 25 cm, in Privatsammlung.<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Accident 1" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/accident-1.jpg" width="480" height="367"/><span style="font:12px Helvetica, Arial, Verdana, sans-serif; "><br />Abbildung 4: Li Yan: Einzelbild aus der Serie Accident 1, 2009, Acryl auf Leinwand, 20 x 26 cm<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Wolfgang Stiller: Embleme des Lebens</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-10-05T16:24:00+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/wolfgangstiller.html#unique-entry-id-9</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/wolfgangstiller.html#unique-entry-id-9</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">In seiner von ihm </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Aspects of life</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> genannten Werkreihe kleinformatiger Bilder greift der K&uuml;nstler Wolfgang Stiller auf die Tradition der Emblematik der Renaissance des 16. und 17. Jahrhunderts zur&uuml;ck. W&auml;hrend diese sich der sp&auml;tmittelalterlichen phantastischen Allegorik bediente, nutzt Stiller die Allegorien und Symbole der Jetztzeit.<br /><br />Das klassische Emblem ist immer dreiteilig. Es besteht zun&auml;chst aus einem </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Lemma</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">, das ist ein in lateinischer oder griechischer Sprache abgefasstes allgemeines Motto oder ein Lehrsatz, dann aus dem </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Icon</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">, das ist eine <br />bildliche Darstellung. Lemma und Icon stehen in einem r&auml;tselhaften Bezug zueinander, den ein </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Epigramm</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">, das ist der dritte Bestandteil des klassischen Emblems, zu l&ouml;sen sucht.<br /><br />Im Jahr 1638 erschien die Emblemsammlung </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Hieroglyphikes of the Life of Man</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> von Francis Quarles (1592-1644), die Aspekte des menschlichen Lebens in vielf&auml;ltigen Facetten beleuchtet, ganz wie das Werk Wolfgang Stillers. Stiller malt allerdings nicht in ein Buch, er malt auf Farbmusterkarten. Diese Karten sind mit der Bezeichnung der Farbe, die die Karte zeigt, beschriftet. Diese Beschriftung ist das Lemma. Auf einigen Karten ist das Lemma &uuml;bermalt oder es befindet sich auf der R&uuml;ckseite der Karte. Alle Karten sind gelocht, sie waren urspr&uuml;nglich dazu bestimmt auf der H&auml;ngeregistraturstange eines Farbarchivs zu h&auml;ngen. Die Stillerschen Embleme bilden also ein Archiv der Aspekte des Lebens.<br /><br />Ganz im Sinne der Emblematiker k&ouml;nnte dieses Archiv so betitelt sein:<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em><br />Hypnerotomachia Wolfi ubi humana omnia nil nisi somnium esse ostendit atque obiter plura sane quam digna satu commemorat.<br /></em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />Wolfs Erz&auml;hlung vom Kampf zwischen Hypnos und Eros, worin er zeigt, dass alles Menschliche nichts als ein Traum ist, aber doch mehreres darunter als recht wissensw&uuml;rdig in Erinnerung bringt.<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />Die Quelle der Stillerschen Icons liegt im Alltagsleben des K&uuml;nstlers, sie sind bildliche Notizen, geboren aus Tagetr&auml;umereien, in denen man bekanntlich die tiefsten Einsichten und besten Einf&auml;lle hat. Sie lassen sich lesen als Beschreibungen des Kampfes zwischen Traum und Eros, dem Urquell von Kunst und Wissenschaft. Die Anschaulichkeit der Stillerschen Icons macht es dem Betrachter nicht allzu schwer, das treffende Epigramm, also den dritten Bestandteil, hinzuzudichten und so das emblematische R&auml;tsel auf eine seine eigene Lebensgeschichte einbeziehende Weise zu l&ouml;sen.<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Dr. Dr. Reinhard Sch&ouml;pe<br /></span>]]></content:encoded></item><item><title>Eine kleine Geschichte der chinesischen Gegenwartskunst</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2011-05-05T17:16:03+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/geschichte.html#unique-entry-id-8</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/geschichte.html#unique-entry-id-8</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Die Geschichte der chinesischen Gegenwartskunst ist ein Spiegel der neueren chinesischen Geschichte. Ihr Ursprung liegt in der Zeit nach der Kulturrevolution, als nach jahrzehntelanger Abschottung des Landes westliche Gedanken- und Kulturstr&ouml;mungen wieder zug&auml;nglich wurden. K&uuml;nstler griffen vielf&auml;ltige, zum Teil schon veraltete Richtungen aus der westlichen Kunstmoderne auf, um sich gegen den politisch verordneten &bdquo;Sozialistischen Realismus&ldquo; zu richten. &bdquo;85 New Wave&ldquo; nennt man die leidenschaftliche Kunst dieser Zeit, in der Aktdarstellung, Abstraktion, Dadaismus, Pop, Performance, etc. als Mittel des Protests und der Befreiung erprobt wurden. Diese k&uuml;nstlerische Bewegung geh&ouml;rt somit als wichtiger Bestandteil zu der breiteren Volksbewegung der 80er-Jahre, die Freiheit und Demokratie forderte. K&uuml;nstler waren wesentlich mit beteiligt an den 1989-Studentendemonstrationen. (Man denke an die ber&uuml;hmte Freiheitsstatue auf dem Tiananmen Platz, die von Studenten und Lehrern der Zentralakademie der Bildenden Kunst in Peking gebaut wurde.) Nachdem die Demonstration von der Kommunistischen Partei Chinas milit&auml;risch niedergeschlagen wurde, gingen viele K&uuml;nstler ins Gef&auml;ngnis bzw. mussten sie ins Ausland fl&uuml;chten. Was an dieser Zeit auffiel, ist, dass das chinesische Volk damals trotz der bitteren Armut zun&auml;chst die politische Freiheit begehrte.<br /><br />Die 1989-Krise lie&szlig; die Partei begreifen, dass sie einen neuen Kurs einschlagen musste. So rief der neue Parteichef Deng Xiaoping (der das Massaker befohlen hatte) das ganze Land zum wirtschaftlichen Aufbau auf. Das Ergebnis dieser Reformpolitik versetzt heute die ganze Welt in Staunen. Gleichzeitig staunt man auch, warum die wirtschaftliche &Ouml;ffnung Chinas noch nicht zur &Ouml;ffnung auf der politischen Ebene gef&uuml;hrt hat. Die Antwort liegt darin, dass der wirtschaftliche Fortschritt gem&auml;&szlig; dem Programm der Partei gerade den politischen verhindern soll. Das materielle Wohl soll die geistigen Bed&uuml;rfnisse des Volks schw&auml;chen bzw. sie ganz vergessen machen. So hat sich China innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer Geld- und Konsumgesellschaft schlechthin entwickelt. Das Geldmache- und Konsumverhalten der neuen reichen Chinesen, das fast an fieberhaften Wahn grenzt, ist ohne die jahrzehntelange politische Desillusionierung  und vor allem ohne 1989, nicht zu begreifen.<br /><br />Auch die chinesische Kunst, die nach 1989 eine kurze Ruhepause erlebte, stieg Mitte der Neunziger Jahre rasch zu einer neuen &bdquo;Wirtschaftsbranche&ldquo; auf. Waren bis in die 80er Jahre hinein noch alle studierten chinesischen K&uuml;nstler vom Staat angestellt und versorgt, so l&ouml;sten sich allm&auml;hlich immer mehr K&uuml;nstler von diesem System und wurden &bdquo;freischaffende&ldquo; K&uuml;nstler. Da die Chinesen das Sammeln &bdquo;zeitgen&ouml;ssischer Kunst&ldquo; nicht kannten, verkauften die K&uuml;nstler ihre Werke zun&auml;chst ausschlie&szlig;lich an Europ&auml;er und Amerikaner, meist Diplomaten und Touristen. Die ersten Galerien f&uuml;r zeitgen&ouml;ssische Kunst in China wurden auch von Westlern gegr&uuml;ndet (Red Gate Gallery in Peking 1991, Shangart in Shanghai 1995.) 1992 fanden bei Christie&rsquo;s und Sotheby&rsquo;s Hongkong die ersten Auktionen f&uuml;r chinesische Gegenwartskunst statt. Seitdem erreicht chinesische Gegenwartskunst auf Inlands- und Auslandsauktionen regelm&auml;&szlig;ig Rekordpreise (Beispiel Zeng Fanzhi&rsquo;s </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Masks Series No. 6</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> f&uuml;r $9703490 bei Christie&rsquo;s Hongkong 2008 und Liu Yes </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Bright Road</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> f&uuml;r $2.5 Millionen bei Sotheby&rsquo;s Hongkong 2010). Waren Westler die Initiatoren der Kommerzialisierung der chinesischen Gegenwartskunst, so ziehen Chinesen schnell nach. Galerien und Auktionsh&auml;user chinesischer Gr&uuml;ndung schie&szlig;en wie Pilze aus dem Boden und konkurrieren mit ihren westlichen Kollegen. Kunstviertel in Peking wie 798 und Caochangdi beeindrucken durch ihre Ausma&szlig;e, und immer mehr Menschen sprechen von Peking als dem &bdquo;Neuen Kunstzentrum in Asien&ldquo;.<br /><br />Als Markenzeichen der chinesischen &bdquo;Gegenwartskunst&ldquo; gelten die Richtungen &bdquo;Political Pop&ldquo; und &bdquo;Zynischer Realismus&ldquo;, wo die K&uuml;nstler in erster Linie mit der Darstellung skurril verzerrter Glatzk&ouml;pfe und Grinsgesichter und Mao Zedongs das politische System ironisieren und damit den westlichen Markt anzusprechen versuchen. Die Wirtschaftskrise setzte dieser einseitig politisierenden Kunst ein Ende und regte eine Vielfalt neuer Entwicklungen an. So kommt es heute zur Explosion der Kunststile. Auffallend ist dabei, dass s&auml;mtliche Stile der westlichen Nachkriegs- und Gegenwartskunst von den Chinesen fieberhaft aufgenommen werden und dass innerhalb weniger Jahre Lichtinstallationen, Videokunst etc. zum festen Bestandteil der Szene wurden. Ergebnis dieser Entwicklung: die chinesische Gegenwartskunst unterscheidet sich dem &auml;u&szlig;eren Anschein nach kaum noch von der westlichen.<br /><br />Kaum jemand, ob Chinese oder Westler, spricht ohne Begeisterung von der &bdquo;rasanten Entwicklung&ldquo; der zeitgen&ouml;ssischen chinesischen Kunst. Es ist jedoch die These meines Textes, dass eine ECHTE Erneuerung der chinesischen Kunst noch auf sich warten l&auml;sst. Ich verweise hier auf zwei Grundph&auml;nomene, die in allen begeisterten Reden vernachl&auml;ssigt werden.<br /><br />1. </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Die k&uuml;nstlerische Ausbildung in China bleibt bis heute auf dem Stand des 18. Jh-Europas.</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /><br />Streng naturalistische Studien bleiben bis heute die einzige Voraussetzung f&uuml;r die Aufnahme in chinesische Kunsthochschulen. So muss jeder angehende Kunststudent jahrelang sich das Zeichnen nach Gipsfiguren, Modellen und Musterb&uuml;chern antrainieren. (In jeder gro&szlig;en chinesischen Buchhandlung findet man eine Abteilung f&uuml;r Musterzeichnungen). W&auml;hrend des stark verschulten Hochschulstudiums wird dieser Realismus nur noch weiter verfestigt. Es ist den Chinesen nicht bewusst, dass dieser akademische Realismus am Tiefpunkt der europ&auml;ischen Kunstgeschichte, n&auml;mlich dem 18. Jahrhundert entwickelt wurde und dass gerade dessen Umsturz zur Geburt der modernen europ&auml;ischen Kunst gef&uuml;hrt hat. Ein Umdenken dieses Systems hat in China jedoch noch nicht stattgefunden. Das realistische Zeichnen- und Malenk&ouml;nnen, das in Europa l&auml;ngst als blo&szlig;es Handwerk gilt, wird in China nach wie vor als Kunst angesehen. Das erkl&auml;rt auch die Tatsache, warum die meisten, nun international bekannten chinesischen Gegenwartsk&uuml;nstler klassisch-fig&uuml;rlich, vor allem Gesichter malen und geradezu mit ihrer realistischen F&auml;higkeit prahlen. Auch bei den scheinbar expressionisch oder Baconisch arbeitenden Malern bleibt beim genaueren Hinsehen meist der klassische Figurenaufbau unter der Oberfl&auml;che erhalten. Man fragt sich deshalb, wie kann die &bdquo;freie moderne Kunst&ldquo; in einem Land entstehen, in dem die sklavische, r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Lehre noch herrscht und von allen stillschweigend akzeptiert wird?<br /><br />2. </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Die chinesische Gegenwartskunst nach 1989 ist ein reines Marktprodukt.</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /><br />Zugegeben, die Kunst ist heute &uuml;berall auf der Welt ein Marktprodukt geworden. Jedoch war die moderne europ&auml;ische Kunst in ihrer Anfangszeit nicht durch den Markt, sondern durch kunstinterne Fragestellungen motiviert. Die von K&uuml;nstlern selbst gegr&uuml;ndeten Malschulen, die Maltraktate, die Manifeste sind alle Zeugnisse daf&uuml;r, dass sich die Fr&uuml;h- und die Klassische Moderne Europas in erster Linie mit k&uuml;nstlerischen Fragen auseinandersetzten und deshalb die Bewegungen theoretisch wie praktisch IN SICH gegr&uuml;ndete Bewegungen waren. Auch die kurzlebige &bdquo;85 New Wave&ldquo; in China kannte lebhafte Debatten um die Neudefinition der Kunst (ber&uuml;hmt sind z.B. &bdquo;Die Gelbe-Berg-Symposien&ldquo; von 1985 und 1988, wo&nbsp;avantgardistische K&uuml;nstler aus ganz China sich versammelten und &uuml;ber die Zukunft der chinesischen Kunst diskutierten). </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Solch k&uuml;nstlerischer Diskurs fehlt der chinesischen Gegenwartskunst nach 1989 v&ouml;llig.</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> Diese ist mit dem chinesischen Kunstmarkt zusammen und </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>f&uuml;r ihn</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> gewachsen, ohne vorher die Phase der Selbstreflexion zu durchlaufen. Sie ist kurz gesagt extrinsisch, statt intrinsisch motiviert. Unter diesem Gesichtspunkt lassen sich vielerlei Ph&auml;nomene begreifen, z.B. dass zun&auml;chst der mit Chinaklischees verhaftete, f&uuml;r Westler faszinierende aber f&uuml;r Chinesen nichtssagende &bdquo;Political Pop&ldquo; dominant wurde (die ersten K&auml;ufer waren ja ausschlie&szlig;lich Westler); z.B. dass kaum ein chinesischer K&uuml;nstler eine k&uuml;nstlerische Entwicklung nachweisen kann, sondern vielmehr sie ihre Malweise beliebig nach dem Marktbedarf ver&auml;ndern; und weiter dass die meisten, auch die bekanntesten chinesischen K&uuml;nstler Epigonen westlicher Kunst sind (siehe meinen Text &bdquo;Entlarvung chinesischer Epigonen&ldquo;). Die aktuelle chinesische Kunst ist in ihren Hauptstr&ouml;mungen durch und durch opportun, sie wird nicht durch die innere k&uuml;nstlerische Notwendigkeit, sondern durch den Markt getrieben.<br /><br />Nicht nur K&uuml;nstler, sondern auch die Mitspielenden, also Kunstkritik, Kunstpublikationen und Ausstellungswesen, haben sich dem Markt unterworfen. Kunstzeitungen und &ndash;Zeitschriften in China verkaufen &ouml;ffentlich ihre Seiten. Kunstkritiker lassen sich f&uuml;r lobende Texte, gar f&uuml;r den blo&szlig;en Besuch von Vernissagen bezahlen. Staatliche Kunstmuseen, einschlie&szlig;lich des Nationalkunstmuseums in Peking, vermieten ihre R&auml;ume zu horrenden Preisen. Wie im Westen ist auch in China der Wettkampf der Kunst l&auml;ngst zu einem Wettkampf um Aufmerksamkeit geworden. Der Unterschied: in China l&auml;sst sich diese Aufmerksamkeit nur mit Geld erreichen. Man sucht vergeblich nach nicht-kommerziellen, unabh&auml;ngigen Plattformen, wo der K&uuml;nstler einzig nach seiner k&uuml;nstlerischen Qualit&auml;t beurteilt wird. Alles weist darauf hin, dass die chinesische Gegenwartskunst zu reinem Kommerz degradiert wird, dass ihr Interesse nur der Vermehrung des Geldes, nicht der echten Erneuerung der Kunst gilt.<br /><br />Dieser Text soll die chinesische Gegenwartskunst nicht in Grund und </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">
</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Boden verdammen, er will nur verdeckte Aspekte beleuchten, unter denen ihre neueren Entwicklungen betrachtet werden k&ouml;nnen. In diesem Licht erscheinen diejenigen vereinzelten Ausnahmef&auml;lle umso wertvoller, wo die K&uuml;nstler dem Markt gegen&uuml;ber indifferent bleiben und sich selbst treu bleibend um die echte individuelle &Auml;u&szlig;erung bem&uuml;hen. Diese K&uuml;nstler, nicht die dem Markt vollkommen angepassten, werden die chinesische Gegenwartskunst &uuml;ber die blo&szlig;e Gegenw&auml;rtigkeit hinaustragen.<br /><br />&copy; Zhu Ling<br /></span>]]></content:encoded></item><item><title>Art and Nature</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-07-06T16:57:46+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/artandnature.html#unique-entry-id-6</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/artandnature.html#unique-entry-id-6</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>&ldquo;In the same degree as the human being increases his dominance over nature, he becomes poorer, instead of richer.&rdquo; <br />(&ldquo;In dem Ma&szlig;e, in dem der Mensch die Natur zunehmend beherrscht, wird er nicht reicher, sondern &auml;rmer.&rdquo;) <br />&ndash; Robert Kudielka<br /><br /></em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">The greatest problem of modern man as I see is the loss of connection to nature &ndash; that dynamic source of life that used to surprise him and inspire him. In modern cities he is surrounded by things he created all by himself for the purpose of maximal functionality and convenience. This means he is no longer sensually and mentally challenged by anything unexpected. <br /><br />If we observe nature we would see that its major characteristics is &ldquo;irregularity&rdquo;. Nature has an insuppressible resilience to defy predictions. The continuous change of moving cloud formations, rock surfaces with varied relief patterns, the strivings of flora and fauna that take on a different look everyday&hellip;All these natural phenomena imbue us with a sensual richness no man-made cities with their geometrical design and flat surfaces can replace. <br /><br />Perhaps art is the last shelter for nature in industrialized societies (being the last &ldquo;handi-craft&rdquo; though also this definition is being challenged by the incorporation of such impersonal procedures as digital techniques). In yielding himself to the movement of his hands the artist re-ascertains his nature as a </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>living</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> being. And as living beings all do he undergoes this tightrope walk between spontaneity and control, between accident and necessity. Art making is the human simulation of the natural act of growing, which always leads to unexpected results but nevertheless seems to follow an &ldquo;inner law&rdquo;, and thus never being capricious. Great artworks have the power to live on and out of its own strength, like a plant or an animal, and our reaction to them is the same as when confronted with any other natural creature: amazed, that they are what they are, completely by nature. <br /><br />&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Kunst der chinesischen Aufkl&#xe4;rung - Selbstportr&#xe4;t der Galerie </title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-02-10T23:47:37+01:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/aufklaerung.html#unique-entry-id-5</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/aufklaerung.html#unique-entry-id-5</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Die Galerie vertritt eine Reihe von chinesischen K&uuml;nstlern, die ihre ganz individuellen k&uuml;nstlerischen Antworten auf die sich in China abzeichnende gesellschaftliche (und damit auch k&uuml;nstlerische) Umw&auml;lzung gefunden haben. Durch die freie und eigenst&auml;ndige Entfaltung ihres  individuellen Stils sind sie Vorboten der &bdquo;</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Chinesischen Aufkl&auml;rung</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&ldquo;.</span><span style="font:13px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />Seit Mitte der 90er Jahre hat die sog. neue chinesische Kunst ihren Siegeszug um die Welt angetreten. Insbesondere die Sammlung Uli Sigg spielt dabei eine beherrschende Rolle. Die in dieser Sammlung vertretenen K&uuml;nstler gelten als Repr&auml;sentanten, auf die jeder, der in den westlichen L&auml;ndern &uuml;ber chinesische Kunst spricht, hinweist. Diesen im Westen bekannten chinesischen K&uuml;nstlern sind bestimmte Merkmale gemeinsam, so die totale Abbildlichkeit (Realismus), die plakative Farbigkeit, das Gro&szlig;format, die Politisierung (eine provokante, zynische Haltung) und die Orientierung an westlichen Vorbildern. <br /><br />Zwar sind die Bedeutung und die Fortschrittlichkeit dieser Kunst innerhalb des chinesischen Kontexts nicht zu leugnen, aber die einseitige Fokussierung auf diesen &bdquo;plakativen Realismus&ldquo; f&uuml;hrt dazu, dass leisere und differenzierte T&ouml;ne unterschlagen werden. Damit gemeint sind ernsthafte, oft unscheinbare, individuelle Experimente, einen eigenen Stil zu entwickeln und damit die chinesische Kunst zu erneuern.<br /><br />Solche k&uuml;nstlerischen Versuche zeichnen sich im Gegensatz zu den derzeit im </span><span style="font:12px &#39;Lucida Grande&#39;, LucidaGrande, Verdana, sans-serif; ">
</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Westen popul&auml;ren effekthaschenden Ans&auml;tzen durch wegweisende k&uuml;nstlerische Konzepte aus. Anders als beispielsweise der im Westen derzeit hofierte Ai Weiwei, der ein Interpretationsmonopol der politischen Situation Chinas f&uuml;r sich in Anspruch nimmt und diese f&uuml;r seine Kunst populistisch instrumentalisiert, haben die durch die Galerie vertretenen K&uuml;nstler je eigene sehr differenzierte L&ouml;sungsans&auml;tze f&uuml;r unterschiedliche k&uuml;nstlerische Probleme. Ihre Kunst ist insofern politisch, als sie im besten Sinne des Wortes aufkl&auml;rerisch und (geistig) befreiend wirkt, ganz im Sinne Immanuel Kants:<br /><br />&bdquo;</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>Aufkl&auml;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm&uuml;ndigkeit. Unm&uuml;ndigkeit ist das Unverm&ouml;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&ldquo;<br /><br />Die durch die Galerie vertretenen K&uuml;nstler bedienen sich nicht nur ihres eigenen Verstandes, indem sie in vorbildlicher Weise eigene Wege gehen, sondern sie regen auch andere an, sich in gleicher Weise zu  &bdquo;befreien&ldquo;. Sie sind Maler bzw. Zeichner, die ihre handwerkliche Meisterschaft in den Dienst der Fortentwicklung der chinesischen Kunst in Richtung Individualit&auml;t stellen. Ihre Namen werden k&uuml;nftig nicht mehr unter blo&szlig; &bdquo;chinesischer Kunst&ldquo; subsumiert werden, sondern auf einer Ebene mit anderen &bdquo;internationalen&ldquo; bedeutenden K&uuml;nstlern stehen. <br /><br />Die K&uuml;nstler unserer Galerie realisieren die aufgekl&auml;rte Avantgarde auf ganz unterschiedliche Weisen.</span><span style="font:11px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Zhang Hui</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> kommt von der klassischen chinesischen Tuschemalerei und Kalligraphie. Neben reinen Bewegungsstudien in Tusche, malt sie mittel- und gro&szlig;formatige &Ouml;lbilder, die Impulse der klassischen Tuschemalerei aufnehmen. Mit fein aufeinander abgestimmten Farben erzeugt sie tiefgr&uuml;ndige Seelenlandschaften, die nur scheinbar etwas abbilden. Anders als im Informel oder Tachismus geht es in diesen Bildern nicht nur um die Unmittelbarkeit des Ausdrucks, vielmehr gelingt es Zhang Huis Pinself&uuml;hrung, &ouml;stlichen und westlichen Bildaufbau auf einer Leinwand zu verschmelzen. Sie ist eine der wenigen chinesischen K&uuml;nstlerInnen, die die westliche Farbmetaphorik souver&auml;n in den Dienst ihres k&uuml;nstlerischen Konzeptes stellt.<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Li Yan</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> malt differenzierte Inszenierungen politischer Ereignisse. Wie ein Regisseur arrangiert er seine miniformatigen Bilder so, dass ihre H&auml;ngung die massenmediale Pr&auml;sentation politischer Geschehnisse abbildet. Mit dieser Inszenierung stellt er visuelle Spannungen zwischen einer Vielzahl von Einzelbildern her, so dass hier eine Kunstform zwischen Malerei und Skulptur entsteht, die die Beziehungen zwischen den Einzelbildern betont und etwas sichtbar macht, was auf keinem der Einzelbilder abgebildet ist.<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Fu Rao</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> verfolgt ein ganz anderes Konzept. Er malt mit Bitumen, der &auml;ltesten &Ouml;lfarbe der Welt, seine geheimnisvollen braunen Bilder, in denen die Grenzen zwischen Gegenstand, Pflanze und Mensch verschwimmen. Seine Bilder wirken lebendig wie nat&uuml;rliche Gew&auml;chse. Sie sind im Entstehen und tragen doch bereits Spurten des Verfalls in sich.<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; font-weight:bold; font-weight:bold; ">Wang Chu</span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> kombiniert in freier Malweise scheinbar alle Abbildungsmodi der westlichen und chinesischen Kunst. Auf seinen Bildern paaren sich abbildende mit nichtabbildenden Teilen, abstrakte Strukturen mit konkreten Farbfeldern. Formen l&ouml;sen sich auf und verschmelzen. Es sind Bilder, die sich vor  den Augen des Betrachters zu einem Ganzen aufbauen und einen Moment sp&auml;ter wieder in Teile zerfallen, gemalte Collagen, die sich selbst decollagieren.</span><span style="font:11px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Fu Raos Bitumenmalerei</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-05-20T15:18:58+02:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/furao.html#unique-entry-id-4</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/furao.html#unique-entry-id-4</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&ldquo;Mahlzeit&rdquo;, &ldquo;Schw&auml;bische Alb&rdquo;, &ldquo;Veteranenspiel&rdquo; oder &ldquo;Treibhaus&rdquo;, so lauten die lapidaren Titel der Gem&auml;lde des 1978 in Peking geborenen Fu Rao, der in Peking und Dresden Malerei studiert hat.<br /><br />Gelbbraun bis Schwarz, dunkelziegelrot &uuml;ber pflaumenrot zu braunviolett ist die Farbpalette seiner Bilder. Fu Rao malt mit Bitumen, einem schwarzbraunen &ouml;ligen nat&uuml;rlich vorkommenden Material, das beim Zerfall organischer Stoffe entsteht. Schon in pr&auml;historischer Zeit wurde Bitumen f&uuml;r die Dekoration von Geb&auml;uden, Gef&auml;&szlig;en und der menschlichen Haut benutzt. In Mesopotamien wurde Bitumen mit dem Gott Asakku identifiziert. Asakku ruft bei Menschen Fieberwahn hervor. Der altbabylonische Medizinmann brachte an der Haust&uuml;r von Fieberkranken ein mit Bitumen gemaltes Zeichen an, um so auf die Gegenwart von Asakku hinzuweisen.<br /><br />Fu Rao malt mit dieser mythologisch aufgeladenen &ldquo;&auml;ltesten &Ouml;lfarbe&rdquo; der Welt seine tiefgr&uuml;ndigen Chim&auml;ren. Jede Zeit hat ihre Chim&auml;ren. Urspr&uuml;nglich waren Chim&auml;ren aus Tier oder Menschenteilen zusammengesetzte Mischwesen, wie z.B. der Basilisk mit dem Oberk&ouml;rper eines Hahns und dem Unterk&ouml;rper einer Schlange, der Greif, mit L&ouml;wenk&ouml;rper und Adlerkopf oder der Zentaur mit menschlichem Oberk&ouml;rper und Pferdeunterleib. Solche Mischwesen sind Mittler zwischen den Welten, sie sind Truggebilde, die sich zwischen den Welten bewegen.<br /><br />Fu Raos Bilder rufen Erinnerungen an solche Mischwesen wach. Sie sind Trug- oder Traumbilder, &uuml;ber denen Lukrezsche Simulacren schweben. Nach Lukrez (97 v.Chr. - 55 v.Chr.) machen sich Dinge sichtbar, indem sie feine Schichten, d. h. Simulacren, ihrer &auml;u&szlig;eren H&uuml;lle in den Raum aussenden. Treffen solche feinen Ding-Teile auf unsere Sinnesorgane, so hinterlassen sie dort eine Spur, wir nehmen das Ding, das diese Teile aussendet, wahr. Simulacren rekonstruieren ihren Gegenstand nicht, indem sie ihn kopieren, sondern indem sie ihn einsehbar machen.<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Fu Rao l&auml;sst uns durch das Simulacrum hindurch auf das leise Brodeln unter der Oberfl&auml;che der Dinge schauen. Seine Malweise vermag es, uns die Welt als immer zugleich entstehende und vergehende zu vergegenw&auml;rtigen. Vertieft man sich in seine Bilder, so durchlebt man eine Nacht, aus der man voller Erinnerungen und Vorahnungen erwacht, ohne zu wissen, wer man selbst ist. Das Licht des Tages, der dieser Nacht folgt, erscheint bedr&uuml;ckender als die Finsternis. Die beste Haltung, Fu Raos Bilder zu betrachten, ist innere Gelassenheit und duldendes L&auml;cheln.<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Great Realism And Abstraction In One - On Li Yan&#x27;s Paintings</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-03-01T00:36:12+01:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/liyanabstraction.html#unique-entry-id-3</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/liyanabstraction.html#unique-entry-id-3</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />Until today people still tend to distinguish between &ldquo;figurative&rdquo; and &ldquo;abstract&rdquo; painting based on whether it depicts anything. But what really is decisive in this question is the approach of the artist. Often it is much more difficult to create a figurative painting using abstract means, than to paint entirely without any subject. <br /><br />Abstraction is especially difficult for Chinese painters since the whole art education in China is focused on figurative representation. That&rsquo;s why many contemporary Chinese artists don't even try to break away from it. Those who do try usually stop short at the level of &ldquo;deconstructing&rdquo; the figure &ndash; by using frantic brushstrokes to break apart surface continuity. But behind it the classical composition of the figure in terms of contour, volume and mass still remains discernible. <br /><br />At first sight Li Yan is a thoroughly figurative painter and his subject matter remains quite constant: people in conflict situations &ndash; be they &ldquo;terrorists&rdquo;, prisoners, victims or combatants. And what may make him appear even more &ldquo;realistic&rdquo; is the fact that he indeed paints from real photos, photos culled from newspaper and television. However, the resulting paintings are not so much about the events themselves than about our </span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><em>perception</em></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> of them through the media. This in turn is characterized by a paradoxical tension between zoomed-in focus and the actual sense of distance &ndash; although we are bombarded with these news stories and images each day, their characters remain in actual fact distant, alien and intangible to us. Li Yan expresses this tension by literally thrusting the figures into the immediate foreground, while at the same time obscuring their features to irrecognisability. The cluster of short, fleeting brushstrokes vividly evokes the sense of quivering shadowiness. (figure 1) You receive the feeling that these people have only just crystallized into sight and may at any time dissolve back into invisibility. (figure 2)<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="15" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/15.jpg" width="320" height="195"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  figure 1      </span><img class="imageStyle" alt="15" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/15-2.jpg" width="256" height="199"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> figure 2<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />And it is in the integration of the whole canvas, of figure and space, that Li Yan reveals his thoroughly abstract thinking. In Li Yan&rsquo;s paintings figures and their setting are not conceived as separate entities; instead they are weaved together into a complex network of geometric and color relations. Lines, shapes, color patches of human figures, objects and surroundings freely join, intersect, repeat or contrast with each other, resulting in distortions of &ldquo;realistic correctness&rdquo; but intensification of the drama. See the splash of short brushstrokes that spills over the camouflaged soldiers onto the bus (figure 3); or how inseparable the wounded patient and the operation bed have become through the interconnecting lines and planes (figure 4). All this proves to me that Li Yan conceives his paintings holistically, and applies his brushstrokes primarily as a means of animating and directing the vision. In addition, he paints with great economy, only so much as is necessary to express the essence of the drama, which photography can&rsquo;t capture due to the superfluity of details. See the white body/corpse lying on the floor, whose shatteredness is rendered by the crisscross of merely a few strokes (figure 3). Or look at the cramped mass of Georgian refugees on top of the wagon, their jostling, frenetic confusion expressed purely by the swirling mosaic of short brush marks. (figure 4)<br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="5" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/5.jpg" width="320" height="193"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> figure 3   </span><img class="imageStyle" alt="1" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/1.jpg" width="153" height="256"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">figure 4<br /></span><img class="imageStyle" alt="1" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/1-2.jpg" width="320" height="195"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  figure 5               </span><img class="imageStyle" alt="2" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/2.jpg" width="320" height="192"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  figure 6<br /><br />It is possible to suspend figurative recognition for a moment and look at Li Yan&rsquo;s paintings as a pure rhythmic flow of brushstrokes: accelerating and decelerating, twisting and turning, concentrating and diverging. Before identifying any &ldquo;form&rdquo;, you have already grasped the &ldquo;spirit&rdquo; of the story. For me this is great realism and great abstraction in one. <br /><br />&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Li Yans Bildwelt</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-03-07T00:58:54+01:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/liyan.html#unique-entry-id-2</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/liyan.html#unique-entry-id-2</guid><content:encoded><![CDATA[<span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />Die Werke von Li Yan wurden bereits in Tokyo, Los Angeles und London ausgestellt und von Saatchi & Saatchi gesammelt. Trotzdem bleibt er ein Unbekannter in der Pekinger Kunstszene. Das liegt wohl an seiner bewussten Abkehr von dem &Uuml;berdimensionalen und Bombastischen der chinesischen Gegenwartskunst. Stattdessen malt er miniformatige Bilder, die sich als Fragmente einer Erz&auml;hlung lose und asymmetrisch auf der Wand gruppieren. Dargestellt werden Szenen von Gewalt und Krieg, welche reale Bildausschnitte aus Zeitungen und Fernsehnachrichten zur Vorlage haben. Li Yan &uuml;bersetzt die Originalfotos in ein abstrakt-geometrisches System von scheinbar fl&uuml;chtig aufgetragenen Zickzacklinien, Strichen und Farbflecken. Die Gesichtsz&uuml;ge werden dabei verwischt, die K&ouml;rper verlieren ihre Substanz und erscheinen wie Silhouetten. Die k&uuml;hle Farbpalette steigert noch das Gef&uuml;hl des Fremden und Unheimlichen. <br /><br />Thematisiert sind weniger die Ereignisse an sich, vielmehr unsere durch Medien-Reportagen gefilterte Wahrnehmung der Wirklichkeit: fragmentarisch, fl&uuml;chtig, stereotypisch. Geschichten werden zu Nachrichten; sie werden nicht erlebt, sondern in unser Bewusstsein projiziert und verkommen durch die scheinbar ewige Wiederkehr zur Banalit&auml;t. Die Realit&auml;t wird virtuell, das Festhalten und Fokussieren durch die Kamera r&uuml;ckt die Sujets nur noch in eine ungreifbare Distanz. Diese mediale Entfremdung von Menschen und deren Schicks&auml;len zeigt Li Yan eindringlich in seiner Malerei und l&auml;sst zugleich einen verborgenen Kern der Menschlichkeit jenseits ihres Schattendaseins erahnen.<br /><br />&copy; Galerie Ling</span>]]></content:encoded></item><item><title>Kommentar zur chinesischen Gegenwartskunst</title><dc:creator>user@domain.com</dc:creator><dc:subject>Texte</dc:subject><dc:date>2010-03-09T00:38:45+01:00</dc:date><link>http://www.galerie-ling.de/texte/files/kommentar.html#unique-entry-id-0</link><guid isPermaLink="true">http://www.galerie-ling.de/texte/files/kommentar.html#unique-entry-id-0</guid><content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">Die chinesische Wirtschaft boomt, der Markt f&uuml;r chinesische Kunst auch. Werke von chinesischen K&uuml;nstlern werden bei Christie&rsquo;s und Sotheby&rsquo;s f&uuml;r Millionen Dollar versteigert, und &uuml;berall auf der Welt in den angesehensten Museen, Galerien und auf Biennalen hat die chinesische Gegenwartskunst l&auml;ngst einen festen Platz. Ist die chinesische Kunst zu neuem Leben erwacht?  Sicherlich nicht ! Wenn man genauer hinsieht, st&ouml;&szlig;t man immer wieder auf dieselben Formelemente: die fratzenhaften Glatzk&ouml;pfe, die Lichtensteinische Komik, das Warholsche &bdquo;Malen nach Zahlen&ldquo;, die Richtersche Unsch&auml;rfe, die Baselitzsche Fraktur, die &bdquo;Kulturbesonnenen&ldquo; ahmen die Kiefersche Ruinenlandschaft nach, und immer ist auch eine Mao-Bibel, ein uniformierter Polizist und ein entbl&ouml;&szlig;ter oder verst&uuml;mmelter K&ouml;rper irgendwo dabei. (Siehe Abbildungen) Also eine ganz simple Formel: eine im Westen l&auml;ngst bekannte Technik plus eine floskelhafte politische Botschaft. Alles bleibt oberfl&auml;chlich inszeniert, exhibitionistisch. Der Individualismus, die regimekritische, aufst&auml;ndische Haltung, die damit zur Schau gestellt werden, sind nicht mehr als populistische Inszenierung. Es fehlt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Problemen der chinesischen Kunst, so wie in der chinesischen Gesellschaft im Ganzen, trotz der vermeintlichen Befreiung durch die &Ouml;ffnungspolitik, eine ernsthafte Selbstbefragung noch ausbleibt. Der Verlust der alten Tradition, die extreme Verschulung des Bildungssystems, die Korruption, der soziale Konformismus, all diese tief sitzenden Probleme der chinesischen Gesellschaft spitzen sich in der Kunstwelt nur zu, statt dort kritisch reflektiert zu werden. <br /><br />Die Politisierung in der zeitgen&ouml;ssischen chinesischen Kunst ist also eine versteckte Entpolitisierung, die Freiheit eine versteckte Abh&auml;ngigkeit. Dagegen gewinnt jede Kunst, die diese gewollte Zurschaustellung ablehnt und sich still auf sich selbst besinnt, eine starke politische Brisanz. Denn nichts ist revolution&auml;rer in der chinesischen Kunst, in der chinesischen Gesellschaft, als die Behauptung des eigenen Selbst als Individuum. Das schrittweise Suchen und Erproben der eigenen Sprache, die Formulierung eines individuellen Ausdrucks &ndash; wie unscheinbar das auch sein mag &ndash; vermisst man in der serienweise produzierten zeitgen&ouml;ssischen chinesischen Kunst. Wer sich dessen annimmt, und die damit verbundene Einsamkeit ertr&auml;gt, bereitet den Weg f&uuml;r eine echte Erneuerung der chinesischen Kunst und der chinesischen Kultur im Ganzen. <br /></span></p><p style="text-align:left;"><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="fang lijun" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/fang-lijun.jpg" width="188" height="162"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">   </span><img class="imageStyle" alt="yue minjun Yue Minjun, Butterfly, 2007, oil on canvas, 100.3 x 80.8 cm. Courtesy of Max Protetch Gallery, New York" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/yue-minjun-yue-minjun002c-butterfly002c-2007002c-oil-on-canvas002c-100.3-x-80.8-cm.-courtesy-of-max-protetch-gallery002c-new-york.jpg" width="130" height="161"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">   </span><img class="imageStyle" alt="zeng fanzhi" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/zeng-fanzhi.jpg" width="133" height="161"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">   </span><img class="imageStyle" alt="zhao bo" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/zhao-bo.jpg" width="163" height="162"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="wang guangyi" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/wang-guangyi.jpg" width="184" height="184"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  </span><img class="imageStyle" alt="wangziwei" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/wangziwei.jpg" width="183" height="183"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  </span><img class="imageStyle" alt="xin junqing" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/xin-junqing.jpg" width="183" height="184"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><img class="imageStyle" alt="li shan (mao)" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/li-shan-0028mao0029.jpg" width="177" height="138"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> </span><img class="imageStyle" alt="yuyouhan" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/yuyouhan.jpg" width="141" height="168"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> </span><img class="imageStyle" alt="liu fenghua mao" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/liu-fenghua-mao.jpg" width="126" height="168"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> </span><img class="imageStyle" alt="ren sihong" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/ren-sihong.jpg" width="192" height="138"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> <br /><br /></span><img class="imageStyle" alt="Ai_Weiwei-Wife_Skirt" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/ai_weiwei-wife_skirt-2.jpg" width="180" height="139"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">  </span><img class="imageStyle" alt="qiu zhijie foto" src="http://www.galerie-ling.de/texte/files/qiu-zhijie-foto-2.jpg" width="138" height="173"/><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><br />K&uuml;nstler: Fang Lijun, Yue Mingjun, Zeng Fanzhi, Zhao Bo, Li Shan, Yu Youhan, Liu, Fenghua, Reng Sihong, Ai Weiwei, Qiu Zhijie<br /><br />Mehr Beispiele unter:<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><a href="http://www.shanghartgallery.com/galleryarchive/artists/" rel="self">www.shanghartgallery.com/galleryarchive/artists/</a></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> (Shangart, Shanghai)<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><a href="http://www.andrewjamesart.com/artists.htm" rel="self">www.andrewjamesart.com/artists.htm</a></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> (Andrew James Art, Shanghai)<br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "><a href="http://www.kerseboom.com/artists.html" rel="self">www.kerseboom.com/artists.html</a></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; "> (Willem Kerseboom Gallery, Amsterdam)<br /><br /></span><span style="font:12px Arial, Verdana, Helvetica, sans-serif; ">&copy; Galerie Ling</span></p>]]></content:encoded></item></channel>
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