Wang Xiaochun „schreibt“ seine Privatmythologie in altchinesische Leerbücher. Er schreibt, indem er mittels Räucherkerzen Figuren ins Papier brennt. Dabei erzeugt er pro Buch eine Figur, die ihre Brennspur auf sämtlichen Seiten hinterlässt. Durchleuchtet man ein solches Buch von hinten, so ergibt sich der räumliche Eindruck einer lebenden, aus dem Feuer geborenen Monade. Viele der Figuren erinnern an Buddha. Buddha heißt im Sanskrit „der Erwachte“, der Mündige. Die Verwendung der Buddhafigur lässt sich damit als Allegorie der Individualität lesen. In Buddha sieht Wang Xiaochun die Personifikation der individuellen Freiheit.
Im Chinesischen gibt es den Spruch “ohne Zerstörung kein Aufbau“. Durch Zerstörung von Buchseiten, schreibt Wang seinen Text, dort, wo kein Papier mehr ist. Im Nichts wurzelt der Sinn und im Feuerlicht, das durch die Buchseiten fällt, leuchtet Wangs Entelechie auf. Hier wird bildlich exemplifiziert, was Heideggers „Das Nichts nichtet“ bedeuten könnte. Wangs Figuren sind aus dem Element Feuer geborene Nichtse, denen das durch sie fallende Licht Leben gibt. Ein sehr ausdrucksstarker existentieller Beleg dafür, dass der Mensch ein Loch im Sein ist.
Im Chinesischen gibt es den Spruch “ohne Zerstörung kein Aufbau“. Durch Zerstörung von Buchseiten, schreibt Wang seinen Text, dort, wo kein Papier mehr ist. Im Nichts wurzelt der Sinn und im Feuerlicht, das durch die Buchseiten fällt, leuchtet Wangs Entelechie auf. Hier wird bildlich exemplifiziert, was Heideggers „Das Nichts nichtet“ bedeuten könnte. Wangs Figuren sind aus dem Element Feuer geborene Nichtse, denen das durch sie fallende Licht Leben gibt. Ein sehr ausdrucksstarker existentieller Beleg dafür, dass der Mensch ein Loch im Sein ist.
